erst heute bin ich auf den artikel von wissenbelastet.com gestossen. ich möchte eigentlich nur die tatsache herausnehmen, dass facebook sehr rasant wächst. gut, dass dürfte jetzt nicht so die überraschung sein, nachdem es ja jetzt auch schon spezielle ‘facebook’ handys gibt, der ‘dank’ geht hier an drei und sony ericsson.
mag ja an und für sich gar nichts schlechtes sein, das soziale web hat sicher sehr viele vorteile, was den daten- und informationsaustausch betrifft. tja, daten- und informationsaustausch ist aber auch mal wieder sehr weitläufig. man kann mit freunden in kontakt bleiben, sie am laufenden halten, man selbst ist am laufenden, was sich bei den anderen so tut und dann können da noch andere mitlesen. ein bisschen exhibitionistisch ist das ganze schon. definitiv.
auf die möglichkeiten sein facebook profil zu schützen, bzw. nicht für jedermann zugänglich zu machen, gehe ich jetzt gar nicht ein. ich gebe zu, dass diese funktionen nicht auf den ersten, oberflächlichen blick ersichtlich sind, doch sie sind sehr zahlreich und durchgehend vorhanden. es liegt also schon an einem selbst, wie weit man sich öffnet. die andere sache - datenschutz - soll jetzt auch kein thema sein.
inwieweit verändern sich die zwischenmenschlichen beziehungen, ich bekomme leute als freunde vorgeschlagen, die ich vielleicht nur vom sehen kenne, wenn überhaupt. ich habe die möglichkeit an ihrem leben teil zu nehmen, in einem gewissen ausmaß. gerade auf myspace passiert es mir öfter, dass ich bekannte gesichter von konzerten oder lokalitäten als potentielle freunde vorgeschlagen bekomme, oder sie auf irgendwelchen fotos ‘bewundern’ kann. und ich musste bei mir selbst feststellen, dass sich die wahrnehmung gegenüber diesen menschen ein wenig verändert. sie waren mir nicht mehr fremd, ich ihr aber vielleicht noch immer. eine doch etwas einseitiges kennenlernen oder? früher hat man leute vom sehen gekannt, heutzutage kann man diese leute über myspace, facebeook, studivz noch ‘besser’ kennenlernen, auch ohne mit ihnen (virtuel) befreundet zu sein.
diese entwicklung birgt einiges an spannung mit sich wie ich finde. und es war wohl der einleitungssatz auf wissenbelastet.com, der mir diesen gedanken wieder sehr stark bewusst gemacht hat. wir stehen, auch als privatpersonen, durch die präsenz in den ganzen social networks in der öffentlichkeit und so einiges der doch so liebgewonnenen anonymität kann flöten gehen. wie gesagt, ein bisschen exhibitionismus gehört da schon dazu, vielleicht digitaler exhibitionist, tja und auch ich bin wohl einer dieser digitalen exhibitionisten.
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